Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil

Grußwort zur

Goslarer Zivilcouragekampagne

 

Seit fünf Jahren trägt das Team um die Goslarer Zivilcouragekampagne mit seinen vielfältigen Aktionen dazu bei, unser Verantwortungsbewusstsein zu schärfen. Dafür spreche ich allen Beteiligten meinen Dank aus!

Wir alle wollen uns in unserer Gesellschaft und Umgebung sicher fühlen. Dafür ist es erforderlich, Verantwortung auch für andere Menschen zu übernehmen. Dieser Grundsatzgilt nicht nur in der eigenen Familie oder im persönlichen Umfeld. Vielmehr muss diese Handlungsmaxime Einzug in die gesamte Gesellschaft halten.

Gegenseitige Unterstützung in der Not, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein prägen eine intakte Gemeinschaft. Gemeinsam gegen Gewalt einzutreten und – wenn nötig – Zivilcourage zu zeigen, muss unser aller Anspruch sein.

Weggeschaut ist mitgemacht, unter dieser Formel lässt sich ignorantes Verhalten besonders gut zusammenfassen. Nichtstun bestärkt die Täter. Das gilt es zu verhindern. Gewalt dehnt sich aus, wenn die Gesellschaft sie zulässt – wenn sie sich im Verborgenen entwickeln kann.

Die Goslarer Zivilcouragekampagne ermutigt uns, im Alltagsleben entschieden gegen Gewalt und Diskriminierung einzutreten. Oft erzielen auch Kleinigkeiten eine große Wirkung, so lässt sich manche Situation vielleicht schon entschärfen, wenn man andere Passanten gezielt darauf aufmerksam macht und um Hilfe bittet.

Es ist aber wichtig zu wissen, dass kein Heldentum gefordert wird. Niemand soll sich in Gefahr bringen! Gleichzeitig dürfen wir jedoch nicht zögern, aus sicherer Distanz einen

Notruf abzusetzen, wenn Mitmenschen bedroht werden – denn auch wenn man selber nicht betroffen ist, so sollte man doch nicht unbeteiligt bleiben.

Und auch ich möchte uns alle ermuntern, Zivilcourage zu zeigen. Wir brauchen bürgerlichen Mut zugunsten unserer Mitmenschen - so machen wir das Miteinander in Niedersachsen

 

Stephan Weil

Niedersächsischer Ministerpräsident  

Plakatübergabe im November 2014 durch Heike Göttert und Günter Koschig